Rheinstetten aktuell - Mai 2014

Burnout vorbeugen – Wege aus dem „Hamsterrad“

Burnout vorbeugen – Wege aus dem „Hamsterrad“
Burnout vorbeugen – Wege aus dem „Hamsterrad“

Ob am Arbeitsplatz, in der Familie oder im sozialen Umfeld – die Ansprüche an die Leistungsbereitschaft und die Flexibilität des Einzelnen werden immer höher. In dem ständigen Bemühen, allem und jedem gerecht zu werden, in Beruf und Karriere, Partnerschaft, Familie und Freizeit, kommt es immer stärker zum Ungleichgewicht zwischen diesen einzelnen Lebensbereichen. Steigert man beispielsweise auf der einen Seite die Leistungen am Arbeitsplatz, um den höheren Erwartungen gerecht zu werden, steht auf der anderen Seite weniger Zeit für Familie und Privatleben zur Verfügung, was wiederum in diesen Bereichen für Unzufriedenheit und Spannungen sorgt. Ein ergänzender Faktor ist die knappe Zeit, die für die eigene dringend benötigte Erholung noch übrigbleibt. Wie sehr sich die Betroffenen auch anstrengen, sie erreichen in keinem Lebensbereich zufriedenstellende Ergebnisse. Stress- und Frustrationspegel steigen bedrohlich an. Die Folge ist ein Teufelskreis, das Gefühl in einem Hamsterrad gefangen zu sein, in dem man sich bis zur totalen Erschöpfung abmüht, ohne jedoch ein wirklich sinnvolles Ziel zu erreichen.

Die Folgen können klassische Burnout-Symptome sein, wie zunehmende Erschöpfung, Dauerstress, Konzentrationsschwierigkeiten, das Gefühl, ausgelaugt und ausgebrannt zu sein, Schlafstörungen, dauernde Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Gereiztheit und Resignation. Hinzu kommen nicht selten auch körperliche Beschwerden, wie Magenschmerzen, Reizdarmsyndrom, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen usw.

Es gibt jedoch sinnvolle Ratschläge und Tipps, die den Betroffenen dabei helfen können, einem drohenden Burnout vorzubeugen:
Realistisch bleiben und die Erwartungen im Berufsleben nicht zu hoch ansetzen;
Perfektionismus schadet nur; wichtig ist zu lernen, auch einmal Nein zu sagen;
Für regelmäßige Erholungspausen sorgen und sich nach der Arbeit entspannen;
Schöne und befriedigende Aktivitäten für die Freizeit planen (möglichst kein Leistungssport!);
Die körperlichen Warnsignale beachten, wie z.B. Kopf-, Bauch- oder Rückenschmerzen;
Mit Angehörigen oder Freunden über die eigene Situation und die Gefühle sprechen;
Darüber nachdenken, was wirklich wichtig ist im Leben, evtl. neue Prioritäten setzen;
Mit anderen lachen und Spaß haben und das Leben mit ein wenig mehr Humor nehmen.

Wenn allerdings die Problematik bereits so schwerwiegend ist, dass diese das tägliche Leben stark belastet und es zu einem regelrechten Leidensdruck kommt, dann wäre es sinnvoll, nicht zu lange zu zögern und professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapie in Anspruch zu nehmen. Es gibt Therapiemethoden, die helfen können, den beruflichen und privaten Alltag neu zu strukturieren, Stress abzubauen und seelischen „Ballast“ über Bord zu werfen. Dadurch werden Betroffene in die Lage versetzt, neue Energie und Kraft zu tanken, damit ihr Leben in allen Bereichen wieder ausgeglichener, lebenswerter und befriedigender wird.

Gerne stehe ich Ihnen auch persönlich für weitere Fragen zum Thema Burnout aber auch zu anderen psychologischen Themen zur Verfügung.

Beate Szentes
Heilpraktikerin Psychotherapie
Kontakt über die Rösselsbrünnle Apotheke