Therapeutische Hilfe bei Depressionen

Depression
Wenn Depressionen den Alltag erschweren

Mit Ausnahme der endogenen Depression, die durch chemische und/oder hormonelle Vorgänge im Körper entsteht und die unbedingt von Fachärzten behandelt werden muss, lassen sich andere Formen, wie beispielsweise die chronische Depression (Dysthymia) oder sogenannte depressive Verstimmungen, als Begleitsymptome von Burnout, Lebenskrisen oder Folge traumatischer Erlebnisse usw., oft gut mit den zur Verfügung stehenden Psychotherapiemethoden behandeln.

In meiner Praxis für Psychotherapie (HPG) arbeite ich in diesen Fällen hauptsächlich mit Elementen aus dem Bereich der Verhaltenstherapie und zwar speziell mit der Methode der „Kognitiven Umstrukturierung“. Sie setzt bei der Bearbeitung des negativen Denkens an, um den Teufelskreis, der die Depression aufrechterhält, aufzubrechen.


Was ist eine Depression und wie sind die Symptome?


Eine Depression ist eine seelische Störung, die sich auf das Denken, Fühlen, Handeln und auf das körperliche Befinden auswirkt, wobei diese Faktoren sich derart gegenseitig beeinflussen und verstärken, dass ein regelrechter Teufelskreis entsteht. Schwere Depressionen können so schlimm sein, dass die Betroffenen nicht mehr in der Lage sind, ihren täglichen Aufgaben und Pflichten nachzugehen.

  • Denken: Die Art und Weise, wie wir über uns selbst und unser Leben denken, spielt bei der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Depression eine entscheidende Rolle. Der deprimierte Mensch hält sich für minderwertig oder gar für einen Versager und sieht in vielem nur das Negative. Die Welt wirkt für ihn bedrohlich und er sieht sein Leben und seine Zukunft nur noch in düsteren Farben. Diese negativen Gedanken führen unweigerlich auch zu negativen Gefühlen.
  • Fühlen: Typische Anzeichen sind Gefühle des Unglücklichseins und der Niedergeschlagenheit, man kann sich nur noch schwer oder gar nicht mehr an etwas freuen. Eine scheinbar „grundlose“ Traurigkeit über lange Zeit hinweg sowie Minderwertigkeits- und Schuldgefühle sind ebenfalls Symptome einer Depression. Nicht selten stellt sich auch ein Gefühl der „Gefühllosigkeit“ ein, man fühlt sich innerlich leer und tot und meint, sich selbst und anderen gegenüber nichts mehr empfinden zu können. Auch verschiedene Ängste in Bezug auf die eigene Gesundheit, den Partner, die Arbeit und die Zukunft stellen sich ein.
  • Handeln: Wer deprimiert ist, neigt zu Antriebslosigkeit und Passivität, hat keinen Spaß mehr an der Arbeit und an Freizeitaktivitäten und möchte am liebsten das Bett gar nicht mehr verlassen. Dadurch zieht man sich auch immer mehr von seinen Mitmenschen zurück und gerät nach und nach in eine soziale Isolation.
  • Körperliches Empfinden: Man fühlt sich schlapp und kraftlos und hat dennoch meistens Probleme mit dem Schlaf in Form von Einschlafstörungen oder Durchschlafstörungen. Oft wacht man sehr früh auf und dann kann man vor lauter „Grübeln“ und „Kreisgedanken“ nicht mehr einschlafen. Manchmal kommt es zu Problemen mit dem Appetit, entweder wird man zum „Frustesser“ oder man verliert die Lust am Essen. Auch das Interesse an sexuellen Kontakten kann sich deutlich verringern.